: A svájci korczakista halálára

Hosszú életút után 92 évesen elhunyt Leonhard Jost, a svájci Korczak-mozgalom kiemelkedő alakja. Gerard Kahn-nak a szintén Svájcban élő Korczak-kutatónak visszaemlékezéseiből idézünk.

Dies schreibt Leonhard Jost in sei er Todesanzeige. Ein Geschenk war sein Leben nicht nur für ihn selber, sondern auch für all’ jene, die das Glück hatten, ihm zu begegnen.

Mein erster Kontakt mit ihm reicht Jahrzehnte zurück: zu dieser Zeit war er Chefredaktor der Schweizerischen Lehrerzeitung und ich ein junger Student der Pádagoglk. Ich wollte einen Artikel über Janusz Korczak publizieren – und erhielt von ihm eine Absage. Der Artikel erschien einige Jahre spáter aber dann doch noch in der Schweizerischen Lehrerzeitung … Erst später sind wir uns auch persönlich begegnet.

1978, zum hundertsten Geburtstag von Janusz Korczak, hat Leonhard Jost Erich Dauzenroths Korczak-Biographie als Sonderausgabe der Schweizerischen Lehrerzeitung herausgegeben. Zwei Jahre spater gründete er zusammen mit Mitstreitenden aus der Romandie, allen voran mit Vladimir Halpérin, die Schweizerische Korczak-Gesellschaft. Als deren Vizepräsident pragte er über lange Jahre deren Geschehen. Ich trat in den 1990er-Jahren in den Vorstand der Gesellschaft ein und reiste fortan mehrmals im Jahr mit Leonhard zu den Vorstandssitzungen nach Genf. Leonhard und ich waren für die Verbreitung von Korczaks Ideen und Anliegen in der Deutschschweiz zustándig. Unermüdlich hat er sich dafür eingesetzt, zahlreiche Veranstaltungen hat er initiiert, organisiert und durchgeführt. Sein Engagement ging aber auch weit über die Deutschschweiz hinaus: so hat er zum Beispiel zusammen mit Renate von Doemming und Marina Trurnlé Ende der 1990er-Jahre ein grosses Korczak-Projekt in Sarajevo durchgeführt. Kern dieses Projekts war die erstmalige Publikation von Korczak-Texten in bosnischer Sprache ( Janusz Korczak – dobri duh covjecanstva’, 1999). 2002 habe ich von ihm das Vizepräsidium der Schweizerischen Korczak-Gesellschaft übernommen.

Auf den Reisen zu den Vorstandssitzungen nach Genf sind wir miteinander ins Gespräch und uns auch menschlich näher gekommen. Nach seinem Rücktritt aus dem Vorstand der Gesellschaft und insbesondere auch nach dem Tod seiner ersten Gattin Elisabeth im Jahr 2000 hat er sich intensiv mit Fragen zum Leben und Sterben befasst. Eindrücklich in Erinnerung bleiben seine grossen Einladungen zu seinen Geburtstagen – die letzte fand yor knapp drei Jahren in seinem 90. Lebensjahr statt, einige Monate nach dem Tod seiner zweiten Lebenspartnerin Inge. Leonhard hat sich durch Schlcksalsschláge nicht entmutigen lassen. In einem Brief an seine Schulkolléginnen und -kollegen, den er mir im März letzten Jahres zugestelIt hat, schrieb er: Für mich ist der Tod kein Sehlusspunkt. sondern ein eröffnender Doppelpunkt, der hinweist auf ein kommendes Ereignis. Dies hat er uns immer wieder vor Augen geführt, sei es durch sein Tun oder durch Worte, die für ihn wegweisend waren. So bleiben wir nun zurück, dankbar für den Trost, den er dadurch gespendet hat, und das bereichernde Geschenk, ihm begegnet zu sein.

Beküldte Simon Mária, a magyarországi Korczak Munkabizottság társelnöke. simonmari@gmail.com

30
szept 2015
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